Workshops für Studierende der berufsbegleitenden Erzieher*innenausbildung

Berliner Kitas erhalten über das Landesprogramm „Zeit für Anleitung“ auf Antrag finanzielle Kompensation für die Praxisanleitung von Auszubildenden. Bis zu 40% dieser Anleitungsaufgaben können an die Fachschule abgegeben werden.

Dazu bietet die meco Akademie ab Semesterstart Februar 2019 eine Workshopreihe für Studierende an, um Praxiseinrichtungen bei der Praxisanleitung zu unterstützen. Ziel der Workshops ist es, Handlungen aus dem pädagogischen Alltag systematisch mit anderen Studierenden zu reflektieren. Studierende erwerben unter Anleitung unserer Lehrkräfte mehr und mehr Sicherheit in ihrem pädagogischen Handeln und werden optimal bei der Herausbildung einer beruflichen Handlungskompetenz unterstützt. Auf diese Weise gelingt eine enge Verzahnung von theoretischen und praktischen Ausbildungsinhalten sowie die Reflexion der eigenen pädagogischen Handlungen.

Die Workshopreihe ist für Studierende aller Fachschulen und alle Praxiseinrichtungen offen. Mehr über das Programm "Zeit für Anleitung" finden Sie hier.

Anmeldung:
Bitte melden Sie Ihre Teilnahme bei unserer Praxiskoordinatorin, Cindy Ballaschk, (Tel. 030/ 810058250Bitte Javascript aktivieren!) an. Der Teilnahmezeitraum ist für ein Semester verpflichtend.

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Inhalten der Angebotsreihe. 

Ihre Ansprechpartnerin:

Cindy Ballaschk
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Workshopinhalte - "Zeit für Anleitung"

Info-Flyer

Erstes Ausbildungsjahr: 1 x im Monat, ein Workshop

Zweites Ausbildungsjahr: alle 2 Monate, ein Workshop

Drittes Ausbildungsjahr: alle 4 Monate, ein Workshop

Wann? immer am 3. Montag im Monat, von 15:30-18:30 Uhr (mit Kinderbetreuung möglich)

Kosten? pro Teilnehmer*in / pro Stunde: 15,00 € (1.+2. Semester = je 270 € pro Semester  I  3.+4. Semester = je 135 € pro Semester  I 5.+6. Semester = 67,50 € pro Semester). Der Teilnahmezeitraum ist für ein Semester verpflichtend.

Fördermöglichkeiten? Förderbar durch die Zahlung der Senatsverwaltung mit dem Gutschein „Zeit für Anleitung“. 

Ablauf und Inhalte der Workshops
Forumtheater für die pädagogische Praxis 
Im Forumtheater bringen die Studierenden konkrete Handlungssituationen aus ihrem Kitaalltag ein, die sie noch einmal in der Gruppe reflektieren wollen. Zu dieser Situation erarbeitet ein Teil der Gruppe eine kurze Spielszene (ca. 2 Minuten) und präsentiert diese. Der Rest der Gruppe ist zunächst Zuschauer*in und wird nach Abschluss der Szene aufgefordert alternative Handlungsvorschläge zu formulieren. 

Kollegiale Beratung 
Die kollegiale Beratung bietet Nachwuchskräften die Chance sich wechselseitig zu Herausforderungen aus ihrem pädagogischen Alltag zu beraten. Innerhalb der Gruppe werden unterschiedliche Rollen vergeben: eine Person bringt einen konkreten Fall ein, andere Personen agieren als Berater*innen und wieder andere Teilnehmende sind Beobachter*innen. 

Rollen(-vielfalt) von Auszubildenden am Lernort Praxis 
Die Studierenden erarbeiten Strategien zum Umgang mit Rollenkonflikten. Dazu erfolgt zunächst eine Einführung in das Thema Rollen und mögliche Rollenkonflikte am Lernort Praxis. Anschließend bringen die Studierenden konkrete Praxissituationen ein, in denen sie sich der jeweilig geforderten Rolle bzw. den Erwartungen, die an sie gestellt wurden, unsicher waren. Sie setzen sich mit den Motiven aller handelnden Personen in dieser Situation auseinander. Sie definieren die verschiedenen Erwartungen, die an sie in dieser Praxissituation gestellt wurden. 

Gesprächsführung im pädagogischen Alltag 
Die Studierenden bringen Gesprächssituationen aus ihrem Alltag ein. Sie setzen sich mit den Motiven aller handelnden Personen in diesem Gespräch auseinander. Sie definieren jeweils die individuellen Ziele die die handelnden Personen im Gespräch geleitet haben könnten. Sie erarbeiten Handlungsalternativen, die es in der Beispielsituation gegeben hätte. Die Teilnehmenden wenden in nachgestellten Situationen die neu gelernten Gesprächstechniken und -strategien an und diskutieren wie pädagogische Gespräche zukünftig optimal gestaltet werden könnten.

Empathie in der pädagogischen Praxis 
Die Studierenden erlernen anhand konkreter Situationen aus ihrem erzieherischen Alltag besser die Gefühle anderer Personen (z. B. Kinder/ Jugendliche, Kolleg*innen, Anleiter*in) wahrzunehmen sowie empathisch auf diese einzugehen. Die Studierenden erkennen, dass Empathie die Kommunikation erleichtert, der Beziehungsgestaltung dient und zur Selbstreflexion anregt. Die Studierenden bringen dazu exemplarisch Praxissituationen in die Gruppenarbeit ein. Sie erstellen gemeinsam oder in Kleingruppen Übersichten über Gefühle, Motivationen und Gedanken, die die handelnden Personen in der entsprechenden Situation gehabt haben könnten. Sie diskutieren die Ziele, welche die handelnden Personen in der jeweiligen Situation verfolgt haben könnten. Sie leiten daraus Reaktionsalternativen für alle Beteiligten dieser Situation ab. Die Studierenden erlernen Reflexionstechniken, die einen empathischen Umgang im Erziehungsalltag gewährleisten.